Asmus Trautsch

Poet

Asmus Trautsch, geboren in Kiel, lebt in Berlin. Er veröffentlicht Lyrik, Essays, Kritiken und wissenschaftliche Texte zu ästhetischen, ethischen und ökologischen Themen. Nach dem Studium der Philosophie, Germanistik und Komposition/Musiktheorie in Berlin und London und einer Promotion an der Humboldt-Universität zu Berlin hat er an mehreren Hochschulen unterrichtet. Er konzipiert, leitet und moderiert interdisziplinäre Veranstaltungen zwischen Poesie, Künsten und Wissenschaften. Zu seinen Veröffentlichungen zählen die Gedichtbände Treibbojen (Berlin 2011) und Caird (Berlin 2021), Der Umschlag von allem in nichts. Theorie tragischer Erfahrung (Berlin/Boston 2020) und Erdgärten. Planetare Gegenwart und die Ästhetik des Gärtnerns (Berlin 2025).

Ernest Shakleton, ein englischer Polarforscher, ging 1914 mit einer Crew aus 28 Männern ein waghalsiges Abenteuer ein und fuhr mit dem dem Schiff Endurance Richtung Antarktis. Für ihre Eisexpedition ließen sie einen Kontinent zurück, der gerade in den Ersten Weltkrieg schlitterte. Ihre Reise war eine jahrelange Pause von Europa, von allen Nachrichten, aller Kommunikation, aller Versorgung abgeschitten. Anfang 1915 wurde die Endurance in der Antarktis vom Eis eingeschlossen, bis sie schließich unterging. Die Besatzung rettet sich aufs Eis, wo sie ausharrte und sich schließlich auf eine Insel rettete. Von dort brach 1917 eine handvoll Männer in einem Rettungsboot auf, um 1500 km durch eisige Stürme zu fahren und die Insel Süd-Georgien zu erreichen. Dort konnten sie Hilfe holen, und die gesamte Crew konnte gerettet werden. Asmus Trautsch erzählt die Geschichte der Endurance-Expedition, zeigt Bilder, zitiert Berichte der im Eis eingeschlossenen Seefahrer und liest seinen Gedichtzyklus "Caird" über diese Jahre.