„Ich bin achtzig Jahre alt. Das ist unverzeihlich – und plötzlich ist das neue Jahrtausend da, und ich miefe unverkennbar nach dem letzten Jahrhundert, aber was soll ich machen?“
Rose sitzt Schiwa. Sie ist eine Überlebende des Holocaust. Sie trauert alleine und teilt mit uns ihre bemerkenswerte Lebensgeschichte, die sie auf diese Holzbank in ihrer kleinen Wohnung in Miami geführt hat. Sie erzählt von ihrer Kindheit im ukrainischen Schtetl, dem Warschauer Ghetto, dem Verlust der geliebten Menschen, der Fahrt auf der „Exodus“ und schließlich vom Neuanfang in den USA, den belebten Straßen von Atlantic City und den Salsa-schwangeren Nächten Miamis. Und als wir schließlich erfahren, um wen Rose wirklich trauert, schließt sich der Bogen zum Heute und dem Nahostkonflikt in all seiner Komplexität.
Rose ist ein nuancenreiches, zutiefst menschliches Stück über Erinnerung, Trauer, Traumata und deren Bewältigung. Und doch ist dieser Monolog alles andere als nur bedrückend. Shermans Portrait dieser mutigen Frau besticht durch seine lebendigen Bilder, die überraschenden Wendungen und nicht zuletzt durch den unverwüstlichen jüdischen Humor.
Karten an der Abendkasse
Rose
Theatermonolog von Martin Sherman
deutsch von Maria Harpner und Anatol Preissler

Eine Produktion von René Rothe Management
in Koproduktion mit dem Ensemble La Vie e.V., dem projekttheater dresden e.V. und dem ReplayTheater e.V., In Kooperation mit HATiKVA e.V.
Es spielt: Üke Schilling
Regie und Ausstattung: René Rothe
Dramaturgie: Dirk Strobel
Foto und Grafik: Dominik Weinmann
Aufführungsrechte: Litag Theaterverlag München





