Projekte

Ein Freischütz auf dem Schützenfest!

Ein partizipatives Theaterprojekt

Weber popular – Der Freischütz auf dem Schützenfest ist ein partizipatives Theater- und Kulturprojekt zum 200. Todestag von Carl Maria von Weber. Ausgangspunkt ist Webers Oper Der Freischütz, deren Themen – Gemeinschaft, Angst, Hoffnung, Natur, Aberglaube und gesellschaftlicher Druck – bis heute im ländlichen Raum spürbar sind.

Das Projekt bringt professionelle Künstlerinnen und Künstler mit Menschen aus der Region zusammen: Vereine, Feuerwehren, Chöre, Dorfkapellen, Schulen, Laientheatergruppen und interessierte Bewohnerinnen und Bewohner entwickeln gemeinsam eine neue Form des Musik- und Volkstheaters. In Workshops entstehen Szenen, Bewegungsbilder, musikalische Fragmente und performative Aktionen, die Elemente aus Webers Leben und dem „Freischütz“ in heutige Dorfrealitäten übersetzen.

Gespielt wird nicht auf einer klassischen Theaterbühne, sondern mitten im sozialen Raum des Dorfes – auf dem Schützenfest, zwischen Festplatz, Vereinsheim und inmitten der Landschaft der Sächsischen Schweiz. Die künstlerische Arbeit versteht sich dabei als offener und kollektiver Prozess: Inhalte werden gemeinsam entwickelt, Rollen ausgehandelt und regionale Erfahrungen mit künstlerischen Mitteln sichtbar gemacht.

Wir freuen uns auf das Gemeinschaftsprojekt mit Theater, Musik, viel Tradition und mehr Gegenwart, um regionale Kultur neu zu beleuchten und Menschen unterschiedlicher Generationen miteinander neu in Austausch zu bringen. Unser Höhepunkt ist die Premiere auf dem Schützenfest in Kleinhennersdorf, zum Nachmittag gegen 14:00 Uhr.

Weitere Aufführungen sind geplant!


Artist-in-Residence im KulturOrt Heymannbaude: Vasiliki Bara ist zu Gast

In diesem Sommer dürfen wir die Tänzerin Vasiliki Bara als Artist-in-Residence im KulturOrt Heymannbaude begrüßen. Für mehrere Wochen arbeitet sie vor Ort an einem neuen künstlerischen Projekt und lässt sich von den Schwüngen unseres Tanzsaals und der Sächsischen Schweiz für ihre Forschung und kreative Arbeit inspirieren.

Ausgangspunkt ihrer Residenz sind traditionelle griechische Kreistänze. Diese gemeinschaftlichen Tanzformen, die seit Generationen bei Festen und Zusammenkünften getanzt werden, untersucht sie auf ihr Potenzial für den zeitgenössischen Tanz. Dabei interessiert sie besonders die Frage, wie Erfahrungen von Gemeinschaft, Verbundenheit und gemeinsamem Rhythmus im Körper gespeichert werden.

Während ihres Aufenthalts entwickelt Vasiliki Bara Bewegungsmaterial für eine neue Solo-Performance. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Spuren ein gemeinsamer Tanz hinterlässt, wenn der Kreis sich auflöst und die Bewegung von einer einzelnen Person weitergetragen wird.

Wir freuen uns sehr über diesen künstlerischen Austausch und sind gespannt auf die Ergebnisse ihres Aufenthaltes bei uns.

Vasiliki Bara ist Choreografin, Tänzerin und Tanzpädagogin mit Wohnsitz in Leipzig. Sie studierte Tanzpädagogik und Choreografie in Leipzig sowie Tanzwissenschaft an der Freien Universität Berlin. In ihrer künstlerischen Arbeit beschäftigt sie sich mit Fragen von Identität, Gemeinschaft, Körperwahrnehmung und gesellschaftlicher Teilhabe.

Ihre eigenen Produktionen wurden unter anderem am LOFFT – DAS THEATER, in der Schaubühne Lindenfels und im Werk 2 in Leipzig gezeigt. Als Tänzerin arbeitete sie mit verschiedenen Choreograf*innen und freien Kompanien in Deutschland und Europa zusammen.

Für ihre künstlerische Arbeit erhielt sie Förderungen und Residenzen unter anderem vom Fonds Darstellende Künste, dem Dachverband Tanz Deutschland, der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und dem Kulturamt Leipzig. Seit 2024 ist sie Teil des Artist Development Programms des LOFFT – DAS THEATER in Leipzig.


In der Mitte – mittendrin

TanzAktion im öffentlichen Raum  

Was geschieht, wenn Frauen den öffentlichen Raum neu denken?

Und was geschieht, wenn nicht nur eine Frau diesen Schritt wagt, sondern viele – Frauen unterschiedlichen Alters, mit verschiedenen Berufen, Erscheinungen und Geschichten?

Das Projekt „In der Mitte - mittendrin“ ist eine Einladung: zu erleben, zu wagen und sichtbar zu werden – so, wie jede ist. Spielerisch und gemeinsam.

Zwischen März und April treffen sich Frauen in kleinen Gruppen und erkunden den Moment des Wartens: Zeit, Raum… das Warten als etwas ganz Eigenes – und zugleich etwas, das sich im Kollektiv teilt.

Kleine Sequenzen zum Thema Warten entstehen, werden weitergegeben, wandern von einer zur nächsten und verändern sich – bis sich nach und nach ein Geflecht bildet, eine lebendige Verbindung.

Am 7. Juni breitet sich dieses Netz auf der Festung Königstein aus – in einer TanzAktion, die den Raum berührt, belebt und neu schreibt.


Warten - ein TanztheaterStück

Warten ist menschlicher Alltag. Warten beim Arzt, im Bahnhof und Stau, an der Ampel, an der Kasse. Menschen warten auf eine Geburt, einen geliebten Menschen, auf Genesung, auf den Frühling.

Mit dem Tanztheaterstück „Warten betrachtet die Choreografin Helena Fernandino das Leben als einen großen Warteraum. Zusammen mit einer Gruppe von Frauen verschiedenen Alters, Hintergründen und Erfahrungen, werden Momente des Wartens untersucht. Mutig tauchen sie in die Ungewissheit des Wartens: in das Unerwartete, in Erwartungen.

Warten wird produziert und präsentiert im Saal des neu entstehenden KulturOrtes Heymannbaude, in Kleinhennersdorf/Gohrisch, und ist eine Realisation vom Kulturbaude und Landkunst e.V. in Zusammenarbeit mit den Sächsischen Staatstheater – Staatsschauspiel Dresden im Rahmen von X-DÖRFER.

PREMIERE: 16. Juni 2024 um 17 Uhr im Saal der Heymannbaude, Alter Schulweg 43, 01824 Gohrisch/Kleinhennersdorf

Reservierungen bitte an: verein@heymannbaude.org


TanzStück „Der Himmel ist die Grenze“

10. bis 16. März 2024

Im März 2024 wurde für die Reihe „Frauen.Macht.Theater“ ein Tanzstück im BaudenSaal produziert.

Das Stück handelt von der Dresdner Pilotin Melli Beese, sie ging in die Geschichte ein als die erste Frau, die in Deutschland die Prüfung zum Erwerb eines Privatpilotenscheins ablegte.

Ein coloriertes Portrait über Steigen Fallen wieder Steigen ... über Linien und Kurven immer engeren Kurven. Seit jeher verwandeln Frauen auf entschlossene und mutige Weise Hindernisse in Sprungbretter und sprengen die Grenzen des Unmöglichen.

Sabotiert und unterschätzt nicht wahrgenommen und ignoriert: drohende Stürze lassen sich in weite und hohe Flüge verwandeln.

Das tat Melli Beese, die erste deutsche Pilotin, buchstäblich. Mit „Der Himmel ist die Grenze“ widmet sich Helena Fernandino der technisch begabten und hartnäckigen Dresdnerin.

Zusammen mit der Filmregisseurin Katrin Rothe bringt sie das Leben von Melli Beese in Farbe auf die Bühne: „Leben und Tod in der eigenen Hand in Unmittelbarkeit.“ (M.B.)

Tanz und Choreografie: Helena Fernandino 
Tagtool: Katrin Rothe
Fotos: Rote Elster